Scheitern im großen Stil, das ist das Ding von Norbert Witte. Der selbsternannte Kirmeskönig verschluckt sich an der vermeintlichen Sahneschnitte der wiedervereinigten Rummelrepublik – und das ist erst der Anfang einer Abwärtsspirale, die nicht nur ihn, sondern natürlich auch seine Familie aus der Glitzerwelt ins Neonlicht der Realität wirft. Peter Dörfler lässt die Beteiligten selbst zu Wort kommen, ausführlich. So entwirft er mit Achterbahn das Portrait eines heillos Gescheiterten, der alles tut, um sich sein Scheitern nicht eingestehen zu müssen.
Das Ganze am 24.1.2012 bei uns im Dokumentarfilmsalon
Ihr lieben FreundInnen des Dokumentarfilsalons,
wir wünschen Euch ein gutes Rüberrutschen nach ’12. Und wo Ihr schon am Schliddern seid, einfach am 10. Januar gegen 20 Uhr sanft ins B-Movie gleiten, denn wir haben nämlich nun endlich unseren absoluten Wunschfilm für den Dokumentarfilmsalonjahresbeginn eingetütet. Lange Telefonkonferenzen durch diverse Aschewolken waren notwendig, aber es hat geklappt. Wir freuen uns mit Euch auf beste Musik aus Island und zeigen am 10. Januar BACKYARD von Árni Sveinsson. Wann? Am 10. Januar!
Einmal öffnen wir in 2011 nochmal die Türen des Dokumentarfilmsalons für Euch, aber nur ganz kurz, ist ja kalt geworden… Wir beenden am 13.12. unser Dokumentarfilmjahr mit dem wunderbaren, traurigen, einfach schönen Film ROMANE APSA von Zuzana Brejcha über eine Roma-Famile in der Ostslowakei. Das lohnt sich einfach, da kann man es mit der Werbetrommelei auch kurz halten. Bis Dienstag, wir freuen uns auf Euch!
Zwei wunderbare Filme und dazu zwei wunderbare Gäste, mit denen diskutiert werden kann, haben wir im November für Euch, ja, nur für Euch, geliebtes Publikum, organisiert. Am 8.11., am Abend vor dem 73. Jahrestag der Reichspogromnacht, zeigen wir den wunderbaren Film IM HIMMEL UNTER DER ERDE von Britta Wauer, der bei der letzten Berlinale den Publikumspreis gewonnen hat. An unserem zweiten Termin im November gibt es in DAS FEST DES HUHNES exotische Bräuche, fremde Länder, unverständliche Sprachen und furchteinflößende Rituale zu bestaunen. Expeditionen ins Menschenreich…
Wem zwei gute Dokumentarfilme im Monat zu wenig sind, der sollte sich eventuell auf facebook mit dem Dokumentarfilmsalon befreunden. Dort verweisen wir nicht nur auf unsere Veranstaltungen, sondern auch auf gute Dokus im TV und anderen Hamburger Kinos.
Zum ersten Oktober-Termin, am 11.10., begrüßen wir in schöner Tradition die KollegInnen von den Lesbisch Schwulen Filmtagen bei uns im Dokumentarfilmsalon zum inoffiziellen Auftakt der diesjährigen Filmtage. Wir zeigen einen der Preisträger des Festivals von 2009, die HIV-Oper FIG TREES von John Greyson.
Ausnahmsweise nicht am Dienstag, sondern schon am Freitag, den 21.10., laden wir Euch zu unserem zweiten Oktobertermin. Und zwar zu DIVORCE IRANIAN STYLE, in dem die Vorgänge in Teheraner Scheidungsgerichten dokumentiert werden. Absolut sehenswert!
Im September widmet sich der Dokumentarfilmsalon mit zwei Filmen ganz besonderen Substanzen, alle faszinierend und bedrohend, mystisch und gefürchtet.
Am 13. September begeben wir uns gemeinsam mit Hartmut Bitomsky auf die Spur der Staubmäuse und ihrer Artverwandten. Es gibt wenige Menschen, die einen spannenden Dokumentarfilm über STAUB drehen können – Bitomsky ist einer von ihnen.
Die Substanzen, die am 27. September im Mittelpunkt stehen, kommen nicht nur staubförmig, sondern in diversen Aggregatszuständen in Umlauf bzw. den Kreislauf. Die US-Regierung beschäftigte sich auf ihrer NARCOTIC FARM 40 Jahre lang ausgiebig mit diversen Drogen und den Wirkungen auf ihre KonsumentInnen. JP Olsen hat einen Film über diese Anstalt gedreht, Wayne Kramer, Mitglied der legendären MC5 und ehemaliger Insasse erzählt diese amerikanische Dystopie.
Okay, das war ja mal nix von wegen Sonne auf Bäuchen. Egal, der Dokumentarfilmsalon ist aus seiner Pause zurück, zwar nicht braun, dafür mit einer feinen Auswahl an Dokumentarfilmen für die kommenden Monate.
Den Auftakt macht am 23. August Jamie Meltzers Film OFF THE CHARTS über die Randbezirke der amerikanischen Schalplattenindustrie. Ein Feuerwerk der bizarren Lyrics!
Wir biegen in die Schlussrunde vor unserer Sommerpause und werden noch an drei Terminen in Juni und Juli in die Dokukiste greifen. Nachdem wir am letzten Dienstag eh schon im Oderbruch zu Besuch waren, bleiben wir für den kommenden Termin am 14. Juni doch gleich in der Gegend: 6 Kurzdokus aus der Grimme-Preis-prämierten Reihe 20x Brandenburg werden wir zeigen.
Am 28. Juni wenden wir den Blick auf uns selbst und fragen gemeinsam mit Dr. Jan Hans im Salon Selbstreflexion, wie der Dokumentarfilm eigentlich „funktioniert“.
Und bevor wir uns bis Mitte August die Sonne auf die Bäuche scheinen lassen, werden wir in einem Salon Livemitschnitt am 12. Juli ein paar der großen Konzerte der Musikgeschichte – durch die dokumentarische Kamera beobachtet – zeigen. Wir freuen uns auf Euch – auch auf Facebook!
Im Mai werden wir an drei Terminen mal wieder das Ganze Spekturm dessen beleuchten, was gemeinhin unter dem Siegel „dokumentarisch“ verstanden wird. Am Anfang steht am 10. Mai eine höchstaktuelle dänische Dokumentation von Michael Madsen. Into Eternity stellt das Menschheitsprojekt „Onkalo“ (finnisch: Versteck) vor. Dort soll radioaktiver Müll aus Atomkraftwerken endgelagert werden. Bis er unschädlich ist. 100.000 Jahre lang.
In ganz andere Tiefen begeben wir uns zwei Wochen später, am 24. Mai. Im Salon Dokusoap widmen wir uns den Vertetern der „gescripteten Dokumentationen“, den Doku-Soaps. Als Gast wird mit Thomas Vallée ein Produzent ebensolcher Formate bei uns im Salon anwesend sein. Wir freuen uns auf eine kontroverse Diskussion. Achtung: Der Termin mit Thomas Vallée muss leider ausfallen. Stattdessen gibt’s einen Wunschdoku-Abend!
Außer der Regel und mit einem echten Highlight beschließen wir den Monat mit einem dritten Termin am 31. Mai: Die Kinder von Golzow sind ein moderner Klassiker des deutsch-deutschen Dokumentarfilms. Wir zeigen einige Ausschnitte aus dem 45-Stunden-Epos und werden diese mit den verantwortlichen FilmemacherInnen Barbara und Winfried Junge diskutieren. Nicht verpassen!
PS: Auch nicht verpassen sollte man unseren Facebook-Auftritt. Freundschaft!
Berlin und Norwegen stehen für April auf dem dokumentarischen Reiseplan. Am 12. April werden wir mal wieder einen Salon zu den Klassikern des Dokumentarfilms veranstalten und uns ansehen, wie sich Thomas Schadt 75 Jahre nach Walther Ruttmann von dessen Meilenstein Berlin – Sinfonie einer Großstadt hat inspirieren lassen. Mit unseren beiden Gästen wollen wir über Ruttmanns und Schadts dokumentarische Blicke auf die Metropole sprechen.
Am 26. April geht es in den dunklen Norden, wo der Black Metal zuhause ist. Die amerikanische Doku Until the Light Takes Us geht den angeblichen und tatsächlichen Abgründen dieser für Außenstehende nur schwer zugänglichen Subkultur nach.
Ihr wünscht Euch andere Filme im Salon? Sagt’s uns auf Facebook oder hier.