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Andenken und Annäherung im November

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

auch im November haben wir ein volles Programm für euch! Schon nächsten Dienstag geht unsere Kooperation mit dem Fachtag „Sozial- statt Polizeiarbeit“ weiter. In den folgenden Wochen präsentieren wir dann zwei Filme, die die Annäherung suchen: Sei es zur eigenen Wahlheimat oder der Familiengeschichte.

Die November-Termine im Überblick:

Wir starten am 03.11.2026 mit zwei Kurzfilmen und einer Diskussion zu rassistischer Polizeigewalt. 2001 stirbt Achidi John bei einem zwangsweise durchgeführten Brechmitteleinsatz im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Das Leben von Yaya Jabbi endet 2016 in Untersuchungshaft – nach Polizeiangaben durch Suizid. Die rassistische Drogenpolitik, die diese und weitere Leben gefordert hat, wird in Hamburg bis heute weiterverfolgt. Darüber sprechen wir mit Vertreter:innen der Initiativen zum Gedenken an Achidi John und Yaya Jabbi sowie Copwatch Hamburg!
In Kooperation mit dem Fachtag „Sozial- statt Polizeiarbeit“.

Foto: © barnsteiner-film

Weiter geht’s am 10.11.2026 mit BRIEFE AUS DER WILCZA (LISTY Z WILCZEJ) von Arjun Talwar. Bereits vor dreizehn Jahren kam der Filmemacher aus Indien nach Warschau. Heimisch wurde er aber nie. Mit einem Film über seine Nachbarschaft in der Ulica Wilcza (Wolfstrasse) möchte er seiner Wahlheimat und ihren Menschen nun näher kommen. Bittersüßes Porträt eines sozialen Mikrokosmos und einer europäischen Metropole zwischen Weltgewandtheit und Fremdenfeindlichkeit.

Foto: © barnsteiner-film

Am 24.11.2026 zeigen wir dann LIGHT MEMORIES (ECO DE LUZ) von Misha Vallejo Prut. Anhand von Fotos und Gesprächen mit seiner lebensfrohen Großmutter ergründet der ecuadorianische Fotograf und Filmemacher blinde Flecken seiner Familiengeschichte. Visuell prägnant und menschlich nah thematisiert sein Film gespaltene Familien und soziale Ungleichheit in Ecuador. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Produzent Darío Aguirre!

Trailer und weitere Informationen: NOVEMBER 2026

Bis bald im B-Movie!
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Verdrängen und Erinnern im Oktober

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

es ist viel los im Dokusalon! Zu gleich drei Terminen möchten wir euch im Oktober einladen. Zwei Abende widmen wir dabei der NS-Zeit bzw. der Erinnerung an diese. Dazu präsentieren wir zwei intensive Filme, die formal sehr unterschiedliche Zugänge zur Erinnerung und Erinnerungskultur bieten.
Darüber hinaus beginnt im Oktober unsere Kooperation mit dem Fachtag „Sozial- statt Polizeiarbeit“. Diese Veranstaltungsreihe möchte auf den Missstand aufmerksam machen, dass städtische Politik gesellschaftliche Probleme zu häufig durch mehr Polizeiarbeit lösen möchte. Dazu gibt es im Oktober bei uns eine Filmvorführung plus Diskussion.

Die Termine im Überblick:

Foto: © Grandfilm

Wir starten am 13.10.2026 mit ZUSTAND UND GELÄNDE von Ute Adamczewski. Ihr eindringlicher Essayfilm handelt von wilden Konzentrationslagern, die die SA bereits 1933 einrichtete, um politische Gegner:innen auszuschalten. Heutige Ansichten dieser Orte treffen auf aus dem Off verlesene bürokratische Briefwechsel, Tagebucheinträge und literarische Fragmente. In dieser Gegenüberstellung legt der Film ein Ge-Schichte historischer Ereignisse und ihrer erinnerungspolitischen Diskurse frei. Zu Gast ist Regisseurin Ute Adamczewski!

Foto: © imFilm

Am 20.10.2026 zeigen wir dann EUROPA PASSAGE von Andrei Schwartz. Fünf Jahre begleitet der Filmemacher rumänische Roma, die zwischen ihrem Heimatdorf Nămăești und Hamburg pendeln. Mangels Arbeit und Perspektiven in Rumänien verdienen sie ihren Lebensunterhalt mit Betteln. Sie schlafen unter Brücken und in Parks, in ständiger Angst entdeckt und vertrieben zu werden.
Screening im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sozial- statt Polizeiarbeit“. Anschließend Diskussion mit Jonny Schanz von der Drogenberatungsstelle ABRIGADO und Weiteren!

Foto: © imFIlm

Am 27.10.2026 zeigen wir schließlich DAS UNGESAGTE von Patricia Hector und Lothar Herzog und kehren noch zum Thema der Aufarbeitung des Nationalsozialismus zurück. Ihr Interview-Film arbeitet gegen ein bedrückendes Schweigen an, denn in fast allen deutschen Familien war die NS-Zeit nach 1945 tabu. Doch was denken die verbliebenen Zeitzeug:innen über ihr Verhältnis zum Dritten Reich heute? Anhand ausführlicher Gespräche beleuchtet DAS UNGESAGTE ihren moralischen Zwiespalt, verdrängte Schuldgefühle, Traumata und Trauer.

Trailer und weitere Informationen: OKTOBER 2026

Wir freuen uns auf euren Besuch!
Euer Salon

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Außer-Haus-Tipp Programm

Quinka und Gisela im September

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

wir sind zurück aus der Sommerpause und starten den Kinoherbst mit einer Kooperation. Im September präsentiert unser geliebtes Mutterkino B-Movie eine umfassende Werkschau der Kamerafrau und Dokumentarfilmerin Gisela Tuchtenhagen.
Diese begleiten wir mit zwei Filmen ihrer Studentin, Kollegin und Freundin Quinka Stoehr. Die beiden Filmemacherinnen verbindet dabei nicht nur gemeinsame Arbeit, sondern auch ihr behutsamer, respektvoller Umgang mit ihren Protagonist:innen.

Wir starten am 08.09.2026 mit EIN ANDERES LAND – SIEBEN GESCHICHTEN NACH DER WENDE von Quinka Stoehr, Fredo Wulf und Gisela Tuchtenhagen (Kamera). Ihr Film versetzt uns in das Ostdeutschland der Wendezeit, genauer nach Strasburg in Mecklenburg-Vorpommern im Jahre 1990. Ein westdeutscher Bankberater und eine Angestellte kommen sich hier näher; ein früherer Verkehrspolizist träumt vom eigenen Autohaus und der 12-Jährige Chrissie sammelt Pionierwimpel, die er als Pastorensohn nicht besitzen durfte. Mit empathischem Blick erzählt der Film diese und weitere Wende-Geschichten bis 1996 fort.
Zu Gast sind Quinka Stoehr und Fredo Wulf!

Weiter geht es am 22.09.2026 mit ZUNEIGUNG – DIE FILMEMACHERIN GISELA TUCHTENHAGEN. In den 1970er Jahren gehörte Gisela Tuchtenhagen zu den ersten Kamerafrauen in der BRD. Gemeinsam mit ihr begibt sich der Film auf Spurensuche, fügt Bruchstücke aus Kindheit und Studienjahren, aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen und zeichnet so das Bild einer lebensklugen Frau, versierten Dokumentarfilmerin und mehrfachen Grimme-Preisträgerin. Wir freuen uns auf das Filmgespräch mit Gisela Tuchtenhagen!

Weitere Informationen und Kartenreservierung: SEPTEMBER 2026

Wärmstens empfehlen wir euch auch den Blick in das Programm des B-Movie und Metropolis. Dort könnt ihr im September innerhalb der Reihe „Blick und Haltung“ zahlreiche Filme von Gisela Tuchtenhagen sehen und mit ihr und andren Filmschaffenden ins Gespräch kommen. Es lohnt sich!

Also, auf bald im Kino!
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Menschenrechte statt rechte Menschen im Juli

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

Europa rückt nach rechts und schottet sich ab. Doch die Protagonist:innen unserer Juli-Filme wollen sich damit nicht abfinden und stellen sich mit ihrem Engagement dagegen.

Foto: © Luise Müller

Wir starten es am 14.07.2026 mit NÖRDLICH VON LIBYEN von Luise Müller. Antje hat als Sanitäterin auf Seenotrettungsmissionen gearbeitet, ihr Partner Dariush als Kapitän. In Italien ist Dariush als Teil der Iuventa-Crew wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ angeklagt. Es drohen zwanzig Jahre Haft. Der Film beginnt in Hamburg als Porträt der beiden, doch ihre Geschichte führt über Europas Außengrenzen hinaus.

Zu Gast sind Regisseurin Luise Müller sowie Antje und Dariush!

Foto: © Drop-Out Cinema eG / Jakob Wehner

Weiter geht es am 28.07.2026 mit BOLLWERK von Jakob Wehner. In ganz Europa erstarken rechtsextreme Parteien und Positionen. Gerade in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands ist das deutlich spürbar. Doch Vereine und Institutionen versuchen linke und demokratische Positionen auch hier zu verteidigen. „Bollwerk“ begleitet drei Aktivist:innen des NDK (Netzwerk für Demokratische Kultur) in der sächsischen Kleinstadt Wurzen und erzählt von ihrem Engagement.

Zu Gast ist Regisseur Jakob Wehner!

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Hamburg vernetzt gegen Rechts statt.

Trailer und weitere Informationen: JULI 2026

Wir freuen uns sehr auf die Filmgespräche und euren Besuch!

Bis bald im B-Movie!
Euer Salon

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Fotografische Spurensuche im Juni

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

die Protagonistinnen unserer Juni-Filme gehen mit Fotos auf die Suche – nach Verlorenem, nach Unbekanntem und nach sich selbst.

Foto: © rbb/Privatarchiv Familie Beeck

Los geht es am 09.06.2026 mit SABAT – EIN DIPLOMAT VERSCHWINDET von Anna Maria Beeck. Vor 40 Jahren verschwindet Bathorloo Sagdchorlo, genannt Sabat, spurlos. Der Kamerastudent und spätere Diplomat der Mongolei in der DDR ist bis dahin ein enger Freund der Familie der Filmemacherin. Ausgehend von Fotos aus ihrer Kindheit macht diese sich auf die Suche – wer ist Sabat wirklich und was ist ihm widerfahren? Als Gästin begrüßen wir Anna Maria Beeck!

Foto: © Libuše Jarcovjáková

Weiter geht’s am 23.06.2026 mit NOCH BIN ICH NICHT, WER ICH SEIN MÖCHTE von Klára Tasovská. Mit ihren intimen Einblicken ins sozialistische Arbeitsleben, in queere Clubs und marginalisierte Communities wurde die tschechische Fotografin Libuše Jarcovjáková bekannt. Aus zehntausenden Negativen und dutzenden Tagebüchern montiert Klára Tasovská einen poetischen Filmessay, der ihren Lebensweg und ihr Schaffen von der sozialistischen ČSSR nach Ost-Berlin, Tokio und zurück ins heutige Prag begleitet.

Trailer und weitere Informationen: JUNI 2026

Bis bald im B-Movie!
Euer Salon